BMBF - Roisdorfer Quellen 2:3 (1:2) PDF Drucken E-Mail
  

10 Tiger reißen das Team von BMBF 

 

Im Spiel eins nach der Beisetzung der Aufstiegsträume trafen die Tiger heute auf dem altehrwürdigen F.-A.-Schmidt-Platz in Bonn-Dottendorf auf die Mannschaft des BMBF. 

Schon vor dem Anpfiff war klar, dass auch heute wieder nur eine Rumpftruppe in die Schlacht ziehen würde. Andy Krutwig hoffte in Karlsruhe vergeblich auf einen Profivertrag, und „Destroyer" Matthias Palm fiel im Probetraining bei Real und Athletico Madrid durch. Stammkeeper Nils Albrecht erholte sich von einer mysteriösen Grippe, und Abwehrrecke Rudi Kurtscheid drückte sich immer noch im Lazarett herum. 

So kam es, dass lediglich 10 Tiger in Dottendorf eintrafen, wovon einer noch an einer rätselhaften Beckenprellung laborierte. Wie man sich als verheirateter Mann auf halbwegs seriöse Weise das Becken prellen kann, konnte Stefan Scholz niemandem glaubhaft erklären. 

Doch auch mit 10 Tigern rechnete man sich gegen das BMBF einiges aus und war entsprechend motiviert. Durch den Ausfall von Nils kam es zum Comeback der schrillen Farben im Tor der Tiger. Daniel Witt schockte Mannschaft, Fans, und Gegner mit einem Trikot, das an eine Mischung aus Rene Higuita und Boy George erinnerte. Die 80er kehrten für einen Abend zurück! 

Mit etwas Verzögerung pfiff der souveräne Schiedsrichter Robert Jeschenko (SV Ennert) die Partie an. Die Tiger zogen sich erstmal in die eigene Hälfte zurück und ließen das BMBF kommen. Richtig gefährlich war das jedoch nicht, nur einmal musste „Boy George" im Tor bei einem Schuss aus 18 Metern sein Talent unter Beweis stellen. Immer wieder versuchten die Jungs aus dem Vorgebirge mit schnellen Kontern zum Erfolg zu kommen. Sven Stapf, Sascha Mönch, und Manfred Hofffmann strahlten zusammen mehr Gefahr aus als die gesamte Mannschaft des BMBF und nach 15 Minuten war es Zeit für die Führung. 

Nach einer Ecke für die Tiger fiel der Ball nach einem Klärungsversuch des BMBF direkt vor die Füße von Manni, der trocken und humorlos aus 18 Metern zur Führung der Gäste traf.

Diese Führung wurde jedoch nach 10 Minuten egalisiert. Nach einer Ecke auf den kurzen Pfosten von „Boy Georges" Kasten konnten sich Stefan Scholz und der Pfosten nicht einigen, wer jetzt eigentlich klären sollte. Der Ball rutschte zwischen dem Aluminium und dem geprellten Becken durch und war hinter der Linie, bevor die laufende Villa Kunterbunt im Roisdorfer Tor den Ball zu fassen bekam. 

Doch dieser Rückschlag schockte die Tiger in keinster Weise, denn 10 Minuten vor der Halbzeit versetzte Libero Sascha Wasserberg dem BMBF den Fangschuss. Einen eigentlich indirekten Freistoß hämmerte er gnadenlos unter der Mauer durch auf den Kasten der Bildungshüter. Da der Torwart den Ball noch berührte bevor er im Tor einschlug, gab Schiedsrichter Jeschenko den Treffer zu Recht.

Diese Führung wurde dann in die Halbzeit verwaltet. 

Nach der Pause hatte Manni die ganz große Chance zur vorzeitigen Entscheidung, doch nachdem er die Abwehr des BMBF im Eiltempo durchbrochen hatte, entschloss er sich zu einem Gewaltschuss auf des Gegner Tor, anstatt den Ball am Torwart vorbei zu schieben.

Der Schuss ging knapp am linken Pfosten vorbei. 

Der Gegner brachte bis auf ein paar Distanzschüsse nicht wirklich viel zwingendes zustande, und als nach einer Ecke der Tiger ein Abwehrspieler des BMBF den Ball volley im eigenen Tor versenkte, schien die Partie gelaufen zu sein. Die Ecke wurde übrigens von „Dauerläufer" Sven Stapf gefährlich in den 5-Meter-Raum getreten. 

Unverständlicherweise zogen sich die Tiger nun viel zu weit zurück und überließen dem Gegner, der zu keiner Zeit aufsteckte, das komplette Mittelfeld. Die Abwehr um Libero Sascha „Franz" Wasserberg  geriet nun stärker unter Druck. Doch bis in die Schlussphase hinein hielt das Bollwerk „KentenichWasiegeprelltesBecken" den Laden dicht. In der 80. Minute wurde Stefan Scholz zum Helden des Spiels. Nach einer Ecke des BMBF, bei der alle Tiger in Ehrfurcht erstarrt waren, konnte die Nummer 25 des Gegners unbedrängt aus 10 Metern aufs Tor feuern. Doch Stefan S., der in inniger Umarmung mit dem Pfosten Zärtlichkeiten austauschte, konnte den Ball auf der Linie klären. Der Druck nahm noch weiter zu, besonders bei hohen Bällen und Standards wirkten die Tiger oftmals ziemlich hilflos, und so war es kein Wunder das nach einer Ecke des Gegners der Anschlusstreffer fiel. Erneut war es eine Ecke und das unterirdische Abwehrverhalten der Tiger, dass es einem Spieler nach einer Ecke ermöglichte den Ball anzunehmen, und zu verarbeiten.

Nun rafften sich die Tiger nochmals auf und verteidigten das Ergebnis für die verbleibenden 7 Minuten erfolgreich. Die gelb-rote Karte für die Nr. 23 des BMBF in der 85. Minute bleibt eine Randnotiz in einem jederzeit fairen Spiel.

 

Fazit: Trotz numerischer Unterzahl hat die Mannschaft eine tolle Moral bewiesen und verdient, wenn auch etwas glücklich gewonnen.

 

 

BMBF     2:3 (1:2)     Roisdorfer Quellen

 

Team: Witty - Stefan vdK, Wasie, Sascha K. - Scholli - Guido, Sven, Mathes - Manni, Tendel

 

Tore: 0:1 Manni (15.), 1:1 BMBF (25.), 1:2 Wasie (35.), 1:3 Eigentor BMBF (67.), 2:3 BMBF (84.)

 

 

Schiedsrichter: Robert Jeschenko (SV Ennert)

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